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Mehr Gehalt nach einem Jobwechsel

Aktualisiert: 16.07.2026

,

Lesedauer: 5 Minuten

Mit einem neuen Job lässt sich das bisherige Gehalt oft deutlich steigern. Doch wie viel Prozent sind realistisch? Im Artikel beantworten wir diese und weitere Fragen.

DKaut

Von Daniela Kaut

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LNeun

Von Lisa Neun

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Ein Jobwechsel kann das Gehalt deutlich steigern: Je nach Situation sind 5 bis 20 % realistisch.
  • Verschiedene Faktoren sind zu beachten: Berufserfahrung, Qualifikation, Branche, Standort und Unternehmensgröße beeinflussen das mögliche Gehalt nach einem Wechsel.
  • Im Vorstellungsgespräch zählt das richtige Timing: Das Gehalt sollte erst angesprochen werden, wenn der Arbeitgeber das Thema aufgreift.
  • Den eigenen Marktwert kennen: Nur wer sich gut vorbereitet, kann Gehaltsverhandlungen souverän und realistisch führen.

 

Wer als Fachkraft einen guten Job macht, sollte sich auch über ein gutes Gehalt freuen. Wird jedoch die erbrachte Leistung nicht angemessen honoriert, kann dies – sofern es den Mitarbeitern bewusst ist – Unzufriedenheit hervorrufen und qualifizierte Fachkräfte in einen Jobwechsel treiben.

Mehr Geld in der Tasche ist nach wie vor ein sehr überzeugender Grund, den Job zu wechseln, steht es doch für Sicherheit und Unabhängigkeit. Sicher gibt es für einen Wechsel auch nicht monetäre Motive, doch ein höheres Gehalt ist oft das maßgebliche Argument, den aktuellen Job zu kündigen und einen Arbeitgeberwechsel ins Auge zu fassen.

In diesem Beitrag erfahren Sie unter anderem, warum eine regelmäßige Gehaltsanpassung gerechtfertigt ist und wie viel mehr Sie nach einem Jobwechsel verdienen können.

 

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Regelmäßige Gehaltsanpassung: Warum ist das angebracht?

Haben Sie bei der Einstellung keine regelmäßige Gehaltsanpassung ausgehandelt, kann dies auf längere Sicht ein Nachteil für Sie sein.

Es gibt zahlreiche Gründe für eine regelmäßige Gehaltsanpassung. Die drei Wesentlichsten sind:

  • Steigender Marktwert: Je länger Sie in einem Job arbeiten, umso mehr Erfahrung haben Sie und umso größer wird Ihr Marktwert. Es können außerdem erfolgreich abgeschlossene Projekte, ein erweiterter Aufgabenbereich oder ähnliche Faktoren hinzukommen, die eine Gehaltsanpassung rechtfertigen.
  • Wirtschaftliche Faktoren: Insbesondere Inflation, also der allgemeine Anstieg der Preise für Waren und Dienstleistungen, sorgt auch auf einem normalen Niveau für eine stetige Geldentwertung und Kaufkraftverlust. Mit regelmäßigen Gehaltsanpassungen wird diese Entwicklung ausgeglichen.
  • Motivation und Wertschätzung: Die kontinuierliche Anpassung des Gehalts honoriert zum einen Ihre bisher geleistete Arbeit und kann zudem anderen auch einen Leistungsanreiz für die Zukunft darstellen.

Gerade der Aspekt der Inflation sollte nicht unterschätzt werden. Bereits bei einer normalen Inflationsrate von etwa 2 Prozent besteht Handlungsbedarf. Spätestens nach zwei Jahren sollten Sie daher eine Gehaltserhöhung anstreben. Entweder innerhalb des eigenen Unternehmens oder im Rahmen eines Arbeitgeberwechsels.

Doch welche Wirkung hat das auf Vorgesetzte, wenn Sie alle zwei Jahre eine Gehaltserhöhung einfordern? Erweckt dies nicht den Eindruck, man sei zu stark auf Finanzielles fokussiert?

Nein, denn faktisch handelt es sich bei einer Gehaltserhöhung aufgrund wirtschaftlicher Faktoren lediglich um eine Anpassung an die Inflationsrate und steigende Lebenshaltungskosten. Auf dieser Basis werden auch die Gehälter von Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst regelmäßig angepasst. Würde das Gehalt nie angepasst, wäre es im Laufe der Zeit immer weniger wert.

Leider ist nicht jedes Unternehmen bereit oder in der Lage, regelmäßige Gehaltsanpassungen vorzunehmen. Daher gilt: Möchten Sie Ihre Kaufkraft auf gleichem Niveau erhalten und Ihrem Marktwert entsprechend vergütet werden, kann ein Arbeitgeberwechsel die Lösung sein.

 

Was kann ein Jobwechsel beim Gehalt ausmachen?

Nach einem Wechsel können Sie grundsätzlich zwischen fünf und zwanzig Prozent mehr erhalten. Abhängig ist die individuelle Gehaltssteigerung dabei von unterschiedlichen Faktoren wie Position, Unternehmensgröße, Wirtschafts- und Auftragslage, Standort, Branche, Erfahrung und Qualifikation. Entscheidend ist ebenfalls, ob Sie abgeworben wurden, oder sich selbst bewerben.

Mehr oder weniger Gehalt? Hier sind einige Faktoren, die Ihr Gehalt beeinflussen:

  • Erfahrene Fach- oder Führungskräfte können mehr verlangen als Berufseinsteiger
  • Absolventen eines Studiums verdienen oft mehr als Arbeitnehmer ohne Studium
  • Je größer das Unternehmen, desto attraktiver die Vergütung
  • In Ballungsräumen verdienen Sie besser, als auf dem Land
  • In wirtschaftlich starken Bundesländern wie Hessen, Baden-Württemberg und Bayern fallen Gehälter höher aus als in den neuen und nördlichen Bundesländern
  • Bei guter Wirtschaftslage winken höhere Gehälter als in Krisenzeiten
  • Arbeitslose sind in einer schwächeren Verhandlungsposition als Mitarbeiter in einem ungekündigten Beschäftigungsverhältnis
  • Bei einem Quereinstieg müssen Sie mit Abstrichen von bis zu 10 Prozent rechnen
  • Bei einem Aufstieg in eine gehobenere Position, z. B. mit Personal- oder Budget-Verantwortung, sind 15 bis 20 Prozent mehr Gehalt möglich – abhängig von der jeweiligen Position
  • Sie wurden abgeworben? Auch in diesem Fall sind bis zu 20 Prozent mehr Gehalt drin
  • Bei einem Wechsel innerhalb der Branche und in gleicher Position können Sie bis zu zehn Prozent mehr Verdienst durchsetzen

 

Kennen Sie Ihren persönlichen Marktwert und profitieren Sie davon

Wenden Sie die oben genannten Parameter an, kommen Sie dem passenden persönlichen Gehalt bereits ein Stückchen näher. Doch am Ende stellt sich stets die Frage: Wie stehe ich im Verhältnis zu anderen da? Verdiene ich vergleichsweise genug oder schon überdurchschnittlich gut? Und von welchem konkreten Gehaltsrahmen kann ich ausgehen?

Oder anders ausgedrückt: Wie hoch ist mein tatsächlicher Marktwert?

Eine äußerst wichtige Information, die Sie unbedingt kennen sollten, bevor Sie in einer Bewerbung Ihre Gehaltsvorstellungen übermitteln oder im Gehaltsgespräch Ihre Gehaltsvorstellungen äußern.

Finden Sie heraus, wieviel Sie wert sind! Nur so können Sie eine professionelle Gehaltsverhandlung führen.

Unser kostenfreier Service für Ihren persönlichen Gehalts-Check verschafft Ihnen im Handumdrehen Klarheit! 

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Denken Sie immer daran: Sie bitten nicht einfach nur um mehr Geld, sondern stellen eine gerechtfertigte Forderung, die den Gegenwert für Ihre Leistung darstellt. Personalverantwortliche erkennen sofort, wenn Sie nicht gut vorbereitet sind und könnten Ihre mangelnde Kenntnis der Faktenlage zu Gunsten des Unternehmens nutzen.

 

Das Gehalt im Vorstellungsgespräch: Ansprechen oder Abwarten?

Sie haben es geschafft und eine Einladung zum Bewerbungsgespräch für einen Job in Ihrem Wunschunternehmen erhalten. Glückwunsch! Nun sollten Sie es jedoch vermeiden, das Gehalt im Vorstellungsgespräch zu sehr in den Mittelpunkt der Verhandlungen zu rücken.

In der Regel wird ein neuer potenzieller Arbeitgeber das Thema Gehalt zu gegebenem Zeitpunkt selbst ansprechen. Bringen Sie das Finanzielle aus Sicht des Arbeitgebers hingegen verfrüht zur Sprache, kann leicht der Eindruck entstehen, dass es Ihnen primär ums Geld geht – und nicht um die Herausforderung oder um den Job selbst. Und das wiederum kann ein Grund für eine Absage sein.

Sind Sie bei dem eigentlichen Gehaltsgespräch mit dem Angebot des Unternehmens nicht zufrieden oder konnten Sie sich noch nicht auf Ihr Wunschgehalt einigen? Dann lässt sich vielleicht eine Vereinbarung treffen, dass Sie nach der Probezeit bzw. nach ein bis zwei Jahren eine Gehaltserhöhung erhalten. Nach dieser Zeit sollte der neue Arbeitgeber in der Lage sein, Ihre Leistungen im Job angemessen zu beurteilen.

 

Fazit

Ein Jobwechsel kann eine gute Möglichkeit sein, das eigene Gehalt deutlich zu verbessern, insbesondere dann, wenn regelmäßige Gehaltsanpassungen im aktuellen Unternehmen ausbleiben. Doch um im neuen Job eine höhere Vergütung verhandeln zu können, ist es wichtig zu wissen, was man verdienen kann. Wer seinen Marktwert kennt und gut vorbereitet in Gespräche geht, kann realistische Gehaltsvorstellungen selbstbewusst vertreten und eine fundierte Entscheidung für den nächsten Karriereschritt treffen.

 

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