Grundregeln für einen erfolgreichen Jobeinstieg

Linda Wickert - 24. Mai 2018 - Karriere

Sind Sie auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung? Oder haben Sie schon den Vertrag für eine neue Stelle unterschrieben? Dann sind Sie nicht allein. Laut einer repräsentativen Forsa Studie kann sich jeder Dritte vorstellen, noch in diesem Jahr den Job zu wechseln. Das ist nicht ungewöhnlich. Schließlich sind Jobrotationen heute die Regel und in fast allen Lebensläufen zu erkennen. Wer nach dem Vorstellungsgespräch eine Zusage für die neue Wunschstelle erhält, freut sich. Und das völlig zu Recht. Doch oft hält das Gefühl der Freude nicht lange an und die große Aufregung vor dem ersten Tag macht sich im Unterbewusstsein bemerkbar. Wie werden mich die neuen Kollegen aufnehmen? Was soll ich anziehen? Welche Aufgaben und Herausforderungen erwarten mich? Wie kann ich mich im neuen Unternehmen positionieren? Amadeus FiRe liefert Ihnen die Antworten auf diese Fragen.

Als Personaldienstleister bringen wir täglich qualifizierte Bewerber mit Unternehmen zusammen. Schließlich ist es unsere Hauptaufgabe, geeignete Kandidaten an unsere Kunden aus den Bereichen Accounting, Office, IT und Banking zu vermitteln und diesen bei ihren nächsten Karriereschritten zur Seite zu stehen. Im besten Fall finden wir gemeinsam ihren Traumjob. Meistens stellen dann die ersten 90 bis 100 Tage eine Hürde dar. Schließlich stehen neue Mitarbeiter in dieser Zeit unter einer besonderen Beobachtung. Für diese heiße Phase empfehlen wir folgende Grundregeln:

1. Gründliche Vorbereitung

Damit Sie Ihren ersten Arbeitstag mit einem guten Gefühl angehen können, empfiehlt es sich, im Vorfeld die äußeren Bedingungen zu klären. Sprechen Sie nach der Vertragsunterzeichnung mit Ihrem zukünftigen Chef über Ihre ersten Tage. Fragen Sie ihn, wie Ihre Einarbeitungsphase ablaufen wird. Eventuell stellt er Ihnen sogar Material zur Verfügung, damit Sie sich entsprechend vorbereiten können. Stellen Sie außerdem Fragen zu den Formalien: Gibt es firmeneigene Parkplätze? Wo sollen Sie sich am ersten Tag anmelden? Ist eine Zugangsberechtigung nötig?

2. Dresscode und Pünktlichkeit

Hetzen Sie am ersten Tag nicht verspätet ins Büro. Das macht keinen guten Eindruck. Planen Sie stattdessen ausreichend Pufferzeit für den Weg zur neuen Arbeitsstelle ein. Für einen ersten guten Eindruck ist auch ein angemessenes Outfit unerlässlich. Generell gilt: Lieber zu schick als zu lässig erscheinen. Denken Sie daran, der Eindruck, den Sie am Anfang hinterlassen, bleibt oft anhaltend bestehen. Deshalb sollten Sie möglichst vorbildlich auftreten und ein Lächeln im Gesicht haben. Wer aktiv, offen und freundlich auf sein neues Umfeld reagiert, ohne vorlaut und aalglatt, zu sein, erleichtert sich den Einstieg in ein neues Team ungemein.

3. Fragen stellen und Antworten finden

Haben Sie keine Scheu davor, organisatorische Abläufe zu erfragen. Gerade die Anfangszeit dient dazu, Fragen zu stellen. Nur so gelingt es Ihnen, das neue Unternehmen kennenzulernen und sich mit den Arbeitsabläufen vertraut zu machen. Falls Sie eine Erklärung nicht sofort verstehen, ist es ratsam, unbedingt nachzufragen. Wer nicht nachfragt, hat möglicherweise Jahre später noch Lücken und dann ist die Unwissenheit unangenehmen. Nutzen Sie aber nicht nur Ihre Kollegen als Informationsquellen. Mögliche Antworten können Sie beispielsweise auch im Internet oder firmeneigenen Intranet finden. Generell sollten Sie Geduld mitbringen. Schließlich braucht eine vernünftige Einarbeitung Zeit.

4. Beziehungen zu Kollegen aufbauen

Niemand kann auf Anhieb alles alleine schaffen. Daher sollten Sie offen und freundlich auf Ihre neuen Kollegen zugehen. Nutzen Sie beispielsweise ein Mittagessen für ein gemeinsames Gespräch. Begnügen Sie sich in der ersten Woche mit der Rolle des freundlichen und interessierten Beobachters. Auf diese Weise können Sie die Hierarchie-Strukturen erkennen und sich mit den ungeschriebenen Gesetzen Ihres neuen Arbeitgebers vertraut machen. Wann und wie lange dauert die Mittagspause? Gehen die Kollegen einzeln oder in Gruppen essen? Achten Sie darauf, wie die Kollegen miteinander umgehen. Vielleicht erkennen Sie bestimmte Rituale, die Sie für sich nutzen können. Bleiben Sie aber trotz Ihrer anfänglichen Beobachterrolle kommunikativ. Kapseln Sie sich nicht ab, sondern versuchen Sie Anschluss zu finden.

5. Leistungswillen zeigen und Hilfe anbieten

Sobald Ihnen nach kurzer Zeit die ersten Aufgaben übertragen werden, sollten Sie diese zügig und sorgfältig erledigen. Falls Sie in einen Leerlauf geraten, drehen Sie bloß keine Däumchen. Bieten Sie stattdessen Ihre Hilfe an. So zeigen Sie, dass Sie nicht nur motiviert und engagiert, sondern auch ein Teamplayer sind. Schließlich gilt es nicht nur die ersten drei Monate zu überstehen, sondern die gesamte Vertragslaufzeit. Wer seine Kräfte richtig einteilt und Prioritäten setzt, behält einen langen Atem.

6. Ideen einbringen

Natürlich freut sich Ihr neuer Arbeitgeber, wenn Sie eigene Ideen aussprechen. Es ist jedoch ratsam, diese behutsam und gemeinsam einzubringen. Wer eigene Ideen im Rekordtempo durchboxen möchte, wird von den Kollegen nicht als engagiert, sondern arrogant wahrgenommen. Es braucht Zeit, um die richtige Balance zu finden. Idealerweise empfiehlt es sich erstmal zuzuhören.


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