Wie erfolgreich war ich 2017? - Reflektieren Sie Ihr Arbeitsjahr mit diesen Tipps!

Lisa Scheffler - 27. Dezember 2017 - Karriere

Wenn das Jahr seinem Ende entgegen geht, ist dies eine gute Gelegenheit, noch einmal zurück zu blicken und Bilanz zu ziehen. Sind Sie zufrieden mit Ihrer beruflichen Situation? Haben Sie Ihre für 2017 gesteckten Zeile erreicht? Waren Sie so erfolgreich wie Sie es sich erhofft haben?

Ein systematischer Rückblick am Jahresende lohnt sich, um diese Fragen zu klären und eventuell gemachte Fehler zu erkennen. Mit unseren Tipps schaffen Sie Klarheit und können Ihre Karriere im Jahr 2018 aktiv voran bringen!

Nehmen Sie sich für Ihre Reflexion etwas Zeit. Der richtige Rahmen und Zeitpunkt sind entscheidend, damit Sie alle Punkte entspannt bearbeiten können. Suchen Sie sich also einen ruhigen Platz und machen es sich gemütlich. Jetzt können Sie Ihr Arbeitsjahr 2017 Revue passieren lassen.

 

Erfolgreich Bilanz ziehen

Beim Beantworten der Fragen zum Ziehen Ihrer Bilanz sollten Sie sich zunächst die folgenden drei Regeln bewusst machen. Diese helfen Ihnen am Ende ein Ergebnis zu erhalten, mit dem Sie weiter arbeiten können:

1.) Lassen Sie sich nicht ablenken

Minimieren Sie alle Störfaktoren und Ablenkungsquellen wie Radio, Fernsehen oder Ihr Smartphone. Am Besten nehmen Sie nur einen Stift und einen Zettel zur Hand, um Ihre Antworten auf die Fragen zu notieren. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie in den nächsten 1-2 Stunden nicht gestört werden.

2.) Gehen Sie den Dingen auf den Grund

Formulieren Sie Ihre Antworten so deutlich und konkret wie möglich. Es sollte für Sie jederzeit nachvollziehbar sein, was genau der Grund für einen Erfolg oder Misserfolg war. Schreiben Sie beispielsweise nicht nur „Der Januar lief schlecht“, sondern „X und Y machten den Januar schlecht“ oder „Im Januar lief es schlecht, weil …“

3.) Seien Sie ehrlich

Seien Sie ehrlich zu sich selbst und suchen Sie nicht nach Rechtfertigungen und Verteidigungen. Wenn Sie in Ihrer Analyse am Ende zu dem (verfälschten) Schluss kommen, dass Sie keinerlei Einfluss auf die Dinge hatten, können Sie auch nichts verändern.

 

Reflexion in vier Schritten

1.) Faktencheck

Schreiben Sie zunächst auf, was Sie im vergangen Jahr in Ihrem Job gemacht haben. Dazu gehören sowohl die Angelegenheiten des Tagesgeschäfts sowie alle Projekte, an welchen Sie beteiligt waren. Gehen Sie dabei die Monate oder Quartale nacheinander durch, damit Sie nichts vergessen. Stellen Sie sich folgende Fragen und beantworten diese:

  • Welche positiven Dinge sind passiert? Welchen Einfluss hatte ich auf diese Erfolge?
  • Welche negativen Dinge sind passiert? Welchen Einfluss hatte ich auf diese Misserfolge?
  • Habe ich meine gesteckten Ziele für 2017 erreicht? Wenn nicht, was war der Grund dafür?

2.) Gefühlscheck 

Im zweiten Schritt hören Sie in sich hinein und betrachten die Fakten nun noch einmal in Hinblick auf Ihr persönliches Befinden. Notieren Sie sich die Antworten zu diesen Fragen:

  • Wie habe ich mich in dieser oder jener Situation gefühlt? 
  • Was genau fühlte sich dabei gut/schlecht an?

3.) Umfeldanalyse 

Als Drittes schauen Sie sich nun Ihr Umfeld im Job genauer an. Dies umfasst sowohl Ihren Arbeitsplatz als auch Ihre Kollegen und alle anderen Menschen mit welchen Sie in Kontakt gekommen sind. Schreiben Sie die Antworten der folgenden Fragen auf:

  • Wer hat mir im vergangenen Jahr bei der Erledigung von Aufgaben besonders geholfen. Wer stand mir dabei im Weg?
  • Auf wen konnte ich mich verlassen? Auf wen nicht?
  • Gibt es etwas an meinem Arbeitsplatz, das mich behindert? Wenn ja, wie kann dieser Störfaktor beseitigt werden?

4.) Sonstige Faktoren 

Zum Schluss thematisieren Sie persönliche Faktoren, die nicht ausschließlich mit Ihrem Arbeitsalltag in Verbindung stehen. Denn auch private Probleme und Ereignisse schütteln Sie nicht völlig ab, wenn Sie sich morgens an den Schreibtisch setzen. Fragen Sie sich zum Beispiel Folgendes:

  • Was bremst mich aus? Was motiviert mich? 
  • Welches Erlebnis hat mich besonders beschäftigt?

 

Ihre Strategie für 2018

Nachdem Sie die Reflexion sorgfältig durchgeführt haben, sehen Sie schwarz auf weiß, was 2017 gut gelaufen ist und was nicht. Die Auswertung hilft, gemachte Fehler in Zukunft zu vermeiden und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Daraus entwickeln sich zudem automatisch Ideen für Veränderungen. Schwierig kann hier nun die Umsetzung werden. Wichtig ist es, nicht gleich allzu radikale Schritte wie eine Kündigung ins Auge zu fassen, sondern zuvor Was-wäre-wenn-Szenarien durchzuspielen. Überlegen Sie sich dazu zum Beispiel „Was würde ich tun, wenn ich nicht mehr im Unternehmen wäre“ und machen Sie gegebenenfalls eine Pro-und-Kontra-Liste.

Wenn Sie dann konkrete Ziele ins Auge gefasst haben, ist es Zeit sich eine Strategie für das nächste Jahr zusammen zu stellen. Denn je mehr Zeit seit dem Fassen der Vorsätze vergeht, desto wahrscheinlicher ist es, dass Vorsätze vergessen werden. Gehen Sie dabei wie folgt vor: 

  • Teilen Sie das Jahr in Quartale ein.
  • Setzten Sie sich für jedes Quartal ein bis maximal zwei konkrete Ziele. Im ersten Quartal stellen Sie sich eine leichte Aufgabe, die Sie schnell bewältigen können, damit der Motivationsschwung des Jahresanfangs nicht ausgebremst wird.
  • Schließen Sie nun einen Vertrag mit sich selbst, in dem Sie genau das schriftlich festlegen, was Sie sich zuvor vorgenommen haben. Beziehen Sie hier auch einen Kollegen mit ein, dem Sie vertrauen und der Sie im letzten Jahr unterstützt hat. Er dient als Zeuge und zusätzlicher Motivator, der Sie an Ihre Ziele erinnern kann, wenn Sie diese aus den Augen verlieren.

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