Die Entscheidung und der Umgang mit einem Gegenangebot

Was Sie beachten sollten, wenn Sie sich aus einer Festanstellung heraus bewerben.

Die Entscheidung, eine Stelle bei einem neuen Arbeitgeber anzutreten, trifft man nicht ohne Weiteres. Man wägt das Für und Wider ab und spricht mit der Familie oder Freunden über den potentiellen Jobwechsel.

Wenn Sie sich aus einer Festanstellung heraus bewerben, fällt Ihnen diese Entscheidung möglicherweise umso schwerer. Denn sollten Sie sich für die neue Herausforderung entscheiden und Ihr aktuelles Arbeitsverhältnis kündigen, kann es sein, dass auch Ihr derzeitiger Arbeitgeber noch ein Wörtchen mitreden möchte, um Sie zu überzeugen zu bleiben. Entweder gibt er Ihnen konkrete Argumente an die Hand, wie ein höheres Gehalt, mehr Verantwortung und Gestaltungsspielraum oder sogar eine Beförderung. Andernfalls macht er Ihnen unter Umständen subtilere Versprechungen oder versucht, Sie zum Bleiben zu bewegen, indem er Ihren neuen Arbeitgeber in ein schlechtes Licht rückt.

Damit Sie in dieses Gespräch mit einem klaren Kopf reingehen, sollten Sie auf ein Gegenangebot vorbereitet sein und dieses kritisch hinterfragen:

•    Warum möchten Sie Ihren Job bzw. das Unternehmen wechseln?
•    Warum wurde Ihnen dieses Gegenangebot nicht schon unterbreitet bevor Sie gekündigt haben?
•    Ist Ihr aktueller Arbeitgeber, nachdem er von Ihrer Kündigung erfahren hat, wirklich noch an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert? Oder möchte er den Trennungszeitpunkt nur verzögern, weil Ihr Weggang momentan sehr ungünstig wäre?

Entscheiden Sie sich dennoch für das Gegenangebot Ihres aktuellen Arbeitgebers, sollten Sie mit möglichen Konsequenzen für Ihren weiteren Werdegang in diesem Unternehmen rechnen. Das Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber wird nicht mehr das Gleiche sein.


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