Standardfragen & Formulierungshilfen im Vorstellungsgespräch

Auf einige Fragen, sollten Sie im Vorstellungsgespräch vorbereitet sein. Da es auf diese Fragen keine Standardantworten gibt, müssen Sie selbst Ihre individuellen Antworten finden. Wir können Ihnen allerdings für die jeweilige Frage einen Tipp mitgeben, der Ihnen bei der Antwortformulierung weiterhilft.

 

"Was haben Sie denn bisher gemacht bzw. an Erfahrungen gesammelt?"

Anstatt Ihren Lebenslauf vorzulesen oder auswendig vorzutragen, resümieren Sie Ihre beruflichen Erfahrungen, die für die Stelle, auf die Sie sich bewerben, relevant sind. Haben Sie private Hobbys, die Ihre Kompetenz und/oder Motivation für den Job unterstützen? Sehr gut! Dann lassen Sie diese mit einfließen.

"Wieso bewerben Sie sich gerade auf diese Position?"

Stellen Sie glaubhaft dar, warum es sich bei dieser Stelle um Ihren Wunschjob handelt. Dazu müssen Sie sich vorab intensiv mit dem Unternehmen und seinen Produkten/Leistungen auseinandergesetzt haben. Verbinden Sie in Ihrer Antwort Ihre eigenen beruflichen Ziele mit dem Unternehmen und der Position.

"Haben Sie kein Problem damit in Zeitarbeit für uns tätig zu sein?"

(Diese Frage betrifft nur Bewerber, die sich für einen Zeitarbeitseinsatz bei Kundenunternehmen vorstellen.)

Mit dieser Frage möchte das Kundenunternehmen feststellen, ob Sie sich mit den Anforderungen an einer Tätigkeit in Zeitarbeit ernsthaft auseinandergesetzt haben. Argumentieren Sie, dass Sie z. B. aufgrund Ihrer Berufserfahrung und Flexibilität kein Problem damit haben, in Zeitarbeit für das Unternehmen tätig zu sein. Ebenso können Sie sich auf Ihre Fähigkeiten, sich schnell in ein Team zu integrieren und sich in neue Aufgaben einzuarbeiten, berufen.

"Was sind Ihre persönlichen Stärken / Schwächen?"

Beschränken Sie sich auf drei bis vier Stärken und ein bis zwei Schwächen. Zählen Sie nicht häufig genutzte, pauschale Stärken auf, sondern beschreiben Sie jede einzelne Stärke bzw. Schwäche anhand einer konkreten Situation aus Ihrem Berufsleben.

Ihre Stärken präsentieren, Beispiel TEAMFÄHIGKEIT:
„Die Zusammenarbeit mit Kollegen ist mir besonders wichtig. Mir macht es Spaß, wenn ich ein Projekt gemeinsam mit den Kollegen durchführen kann. In meiner Freizeit spiele ich schon seit vielen Jahren mit Begeisterung Handball, weil mir der gemeinsame Erfolg jedes Mal ein Hochgefühl gibt.“

Bei den Schwächen müssen Sie aufpassen. Bedenken Sie, dass Sie nicht auf der Couch beim Psychologen sitzen. Die Kunst ist, Ihre Schwächen wie übertriebene Stärken aussehen zu lassen, die Sie durch eine entsprechende Weiterbildung oder Berufserfahrung schnell in den Griff bekommen können. Beispiel: „Ich habe wenig Erfahrung, vor einem Publikum zu präsentieren.“

"Was sind Ihre größten Erfolge / Misserfolge?"

Beschränken Sie sich auf zwei bis drei berufliche Erfolge und einen Misserfolg. Wenn Sie den Misserfolg schildern, erklären Sie, was Sie im Nachhinein in der Situation besser gemacht hätten. So zeigen Sie, dass Sie reflektieren und aus Fehlern lernen.

"Wie würden Freunde / Bekannte Sie beschreiben?"

Fragen Sie vor dem Vorstellungsgespräch Ihren besten Freund bzw. ihre beste Freundin, welche drei Stärken bzw. Schwächen er/sie Ihnen spontan zuschreiben würde!

"Wie sieht Ihrer Meinung nach ein typischer Arbeitstag auf der entsprechenden Position aus?"

Führen Sie sich Ihre derzeitige berufliche Aufgabe oder zurückliegenden praktischen Erfahrungen vor Augen und gleichen Sie die Aufgaben der ausgeschriebenen Position damit ab. Was haben Sie davon schon gemacht? Wie führen Sie diese Tätigkeiten konkret aus? Wenn für Sie die ein oder andere genannte Aufgabe völlig neu ist, merken Sie das in Ihrer Antwort an. Geben Sie jedoch Ihre Einschätzung ab, was diese Aufgabe Ihrer Vorstellung nach in diesem Unternehmen umfassen müsste.

"Wieso sollten wir gerade Ihnen die Stelle geben?"

Die Antwort, die Sie geben, ist zunächst von sekundärer Bedeutung. Es ist ein Test, wie Sie sich stressigen Situation verhalten und ob Sie offensiv mit Konkurrenzsituationen umgehen. Reagieren Sie souverän und geben Sie Ihrem Gesprächspartner in zwei bis drei Sätzen ein bis zwei prägnante Argumente an die Hand, warum Sie der/die Richtige sind.

"Haben Sie noch Fragen an uns?"

„Ja!“ sollte Ihre Antwort lauten – selbst wenn alle Ihre Fragen, die Sie sich vorab überlegt hatten, schon beantwortet wurden. Im Verlauf des Gesprächs ist bestimmt noch die ein oder andere kleine Frage aufgetreten. Nehmen Sie mit Ihren Fragen Bezug zum Gespräch! Eigene Fragen im Vorstellungsgespräch zu stellen ist ein wichtiger Teil des Gesprächs. Hier machen Sie nicht nur deutlich, wie groß Ihr Interesse an dem Job in diesem Unternehmen ist. Anhand Ihrer Fragen, bewertet der Interviewer auch wie gut Sie im Gespräch gefolgt sind.



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„Von Anfang an habe ich bei Amadeus FiRe eine tolle Unterstützung erlebt und mein Problem der Jobsuche war gelöst!“

Dejana Ristic, Vertriebsassistentin Hygienelösungen