Interim Manager berichten über ihre Erfahrungen

Konzernkonsolidierung, Mergers & Acquisitions und Restrukturierung – mit diesen oder anderen Herausforderungen beschäftigen sich unsere Interim Manager. Viele von ihnen arbeiten schon seit Jahren mit Amadeus FiRe vertrauensvoll zusammen und werden regelmäßig an Kundenunternehmen vermittelt. In den folgenden Interviews sprechen sie u.a. über ihren Beruf als Interim Manager, ihre unterschiedlichen Erfahrungen und die Zukunft des Interim Management Marktes.



Peter Müller, Interim Manager im Management- und IT-Bereich

„Ich greife immer dann vorübergehend ein, wenn ein Kundenunternehmen für die zwingend zu erledigende Aufgabe kurzfristig keinen adäquat qualifizierten Manager oder Projektleiter findet.“

Wie schaffen Sie es als Interim Manager, in kurzer Zeit erfolgreich zu sein?

Peter Müller:
Wer innerhalb kurzer Zeit ein mittelständisches Unternehmen wieder auf Erfolgskurs bringen will, benötigt vor allem die Fähigkeiten analytisch zu denken, die Kundenbelegschaft zu begeistern und Lösungen pragmatisch anzugehen. Daneben sehe ich umfassendes Fachwissen und tiefgreifende Praxiserfahrungen aus unzähligen Projekten, Funktionen und Unternehmenskulturen als Schlüssel zum Erfolg an. Als Interim Manager schätze ich es beispielsweise auch, keine persönlichen Verpflichtungen innerhalb der Kundenorganisation zu haben. Das macht es mir einfacher, ehrlich zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu sein und das wird oftmals durch hohes Vertrauen honoriert. Da ich meine Entscheidungen grundsätzlich erläutere und begründe, schaffe ich über die damit gewonnene Transparenz des Gesamtziels...

Knut Pajung, Interim Manager im Finanz- und Rechnungswesen

„Als Interim Manager bewältige ich meine Aufgaben mit hoher sozialer Kompetenz und stelle mittels einer permanenten Erfolgskontrolle sicher, dass die angestrebten Ziele auch nachhaltig erreicht werden.“

Welche Anforderungen stellen Unternehmen an Sie?

Knut Pajung:
Bei den meisten Projekten liegt eine Kombination von Themen aus operativen und projektbezogenen Aufgaben vor. Unverzichtbar sind ein souveränes Auftreten, stressresistentes und konsequentes Handeln sowie die Fähigkeit, Problemursachen rasch zu analysieren und offen anzusprechen. Als Externer muss ich die Situation zunächst neutral, objektiv und realistisch überblicken. Der Kunde erwartet schnell maßgeschneiderte praktikable Lösungsvorschläge und eine gezielte Umsetzung der Maßnahmen, die besondere Expertise und Führungskompetenz erfordern...

Jürgen Hentschel, Jürgen Hentschel, Interim Manager im Finanz- und Rechnungswesen

„Unternehmen setzen Interim Manager wie mich meistens ein, wenn aus Unternehmenssicht ein hoher Umsetzungsdruck herrscht. Das kann durch Personalausfälle bedingt sein, wie längere Krankheit, Elternzeit oder Kündigung, aber auch infolge fehlender eigener Kompetenzen im Unternehmen, wie beispielsweise im Zuge von Restrukturierungen und dem Auf- und Ausbau von Geschäftsfeldern.“

Welche genaue Ausgangslage finden Sie in Unternehmen vor?

Jürgen Hentschel:
Die Ausgangslagen unterscheiden sich je nach Unternehmenssituation. Ob Sanierung, Modernisierung oder Geschäftsfelderweiterung – alle Situationen haben jedoch gemeinsam, dass Themen immer kurzfristig bearbeitet und Entscheidungen, ohne Kenntnis der Historie des Unternehmens, getroffen werden müssen. In unter Umständen prekären Unternehmenssituationen muss das Vertrauen der Stammbelegschaft wieder gewonnen werden. Gerade in schwierigen Phasen einer negativen Unternehmensentwicklung bestehen bereits Vorurteile gegenüber externen Beratern. Deswegen sind Soft Skills wie Offenheit, angemessene Begeisterung oder auch interkulturelle Fähigkeiten bei einem Interim Manager, besonders bei internationalen Projekten, mindestens genauso wichtig, wie die fachliche Expertise. Die „Chemie“ muss stimmen...